Wettbewerb ist kein Selbstzweck. Seine wichtigste Funktion besteht darin, Macht zu begrenzen.
Wo Menschen zwischen mehreren Angeboten wählen können, müssen sich Anbieter durch Leistung, Vertrauen und Innovation behaupten. Wo Alternativen fehlen, entstehen Abhängigkeiten. Und aus Abhängigkeiten entsteht Macht.
Eine freie Gesellschaft schützt deshalb den Wettbewerb nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil er Freiheit ermöglicht.
Institutionen erfüllen einen Zweck. Gleichzeitig entwickeln sie ein Eigeninteresse an ihrem Fortbestand. Menschen handeln entsprechend ihrer Anreize. Deshalb neigen Institutionen dazu, ihre Zuständigkeiten, ihren Einfluss und ihre Ressourcen zu sichern und auszubauen.
Je weniger Wettbewerb besteht, desto größer wird die Gefahr, dass eine Institution sich zunehmend selbst erhält, anstatt ausschließlich ihrem ursprünglichen Auftrag zu dienen. Deshalb verdienen alle Monopole besondere Aufmerksamkeit.
Nicht jede Aufgabe lässt sich sinnvoll im Wettbewerb organisieren. Bestimmte Bereiche wie grundlegende Infrastruktur oder gemeinsame Standards benötigen koordinierte Lösungen. Gerade deshalb müssen natürliche Monopole besonders sorgfältig organisiert werden: mit Transparenz, demokratischer Kontrolle und Rechenschaftspflicht.